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Presentation

Bau einer Gießform aus Aluminium


Anbei einige nützliche Hinweise für den korrekten Einsatz von Aluminiumlegierungen bei der Konstruktion und Bau einer Gießform.

 Unterschiede des Wärmeausdehnungskoeffizienten im Vergleich zu Stahl
 Möglichkeit Unterschnitte zu realisieren
 Konstruktion bei gleicher Steifigkeit und eventuelle Überdimensionierung
 Möglichkeit der Oberflächenbehandlung
 Aussergewöhnlicher Formgrat (Schließgrat)




Unterschiede des Wärmeausdehnungskoeffizienten im Vergleich zu Stahl

Der Unterschied zwischen Aluminium und Stahl in Bezug auf den Wärmeausdehnungskoeffizienten ist ein Aspekt, den Werkzeugmacher, die ihr Tätigkeitsgebiet erweitern möchten und die Produktion von Stahl auf Aluminiumlegierungen umstellen, oft hervorheben.

Wenn die Gießform jedoch ganz aus Aluminium besteht, eine Alternative, die in den meisten Fällen die beste Baulösung darstellt, ruft dieser Aspekt keine besonderen Probleme hervor, weder bei den Spritzguss- noch bei den Blas- oder durch andere Verfahren hergestellten Formen.



Möglichkeit Unterschnitte zu realisieren

Unterschnitte stellen keine Probleme dar, weder für Gießformen aus Aluminium noch für herkömmliche Gießformen aus Stahl. Die Unterschnitte im Formstück werden praktisch durch "Wagen" geformt. Die Wagen können aus Bronzelegierungen, Aluminium/Stahl-Legierungen oder, ausnahmsweise für Großfertigungen, nur aus Stahl hergestellt werden.



Konstruktion bei gleicher Steifigkeit und allfälliger Überdimensionierung

Zur Herstellung einer Aluminium-Spritzgußform sind die in der Zeichnung des Formteils aufgeführten Angaben zu befolgen. Die Geometrie des Formstücks ist die Basis für die Werkzeuggestaltung. Die typischen Stärken sind höher als bei den herkömmlichen Gießformen aus Stahl. Im allgemeinen berechnet man Stärke Al = Stärke Stahl x 1,8 für die Wände des Formteils und Stärke Al = Stärke Stahl x 1,4 für den Formboden und den Bereich zur Befestigung des Formrahmens.



Möglichkeit der Oberflächenbehandlung

Auch wenn für Aluminiumlegierungen eine große Auswahl an Oberflächenbehandlungen zur Verfügung stehen (Verchromung, Vernickelung, Anodische Oxidation, chemisches Nickeln und Derivate), wird man diese nur in Ausnahmefällen verwenden: z.B. Verchromung beim Formen durchsichtiger Teile mit optischen Eigenschaften (Windschutzscheiben, Schutzmasken großen Umfangs).



Aussergewöhnlicher Formgrat (Schließgrat)

Die Vorbereitung (Einstellungen, die unmittelbar vor Herstellung der ersten Spritzungen vorzunehmen sind) der Gießform aus Aluminiumlegierung muss sorgfältig ausgeführt werden. In der "Karte Formstück" werden die exakten Spritzmengen angegeben, die zum korrekten Füllen der Kavität erforderlich sind.

Dabei soll man sich beim Ausfüllen der "Karte Gießform" gradweise 90%, 95% und 97,5% Füllstand nähern

Grat kann entweder durch übermäßige Spritzmengen als auch durch die schlechte Funktionsweise der Presse entstehen. Bei neun von zehn untersuchten Fällen wurde Grat durch den falschen Formzyklus verursacht und nur in einem Fall durch die Gießform.




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